Wir befinden uns schon mitten im vorweihnachtlichen Trubel. Geschenke für Familie und Freunde werden gesucht und gefunden. Die Wünsche sind vielfältig aber nicht immer sollten sie um jeden Preis erfüllt werden.
Hier möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, die mir voriges Jahr in der Vorweihnachtszeit passiert ist.
Ich war unterwegs mit meinen 4 Weißen Schweizer Schäferhunden und im allgemeinen ist unsere Gegend ( auf dem Gebaberg in der thüringer Rhön) ruhig und wird von nicht all zu vielen Touristen besucht. Meine Spaziergänge verlaufen so meist ohne Konfrontation mit anderen Hunden oder Wanderern.
Dies-mal war es anders, denn mir kam eine große Familie, 2 Kinder, Eltern und Großeltern auf direktem Weg entgegen. Die Kinder zwischen 5-7 Jahren und deren Aufschrei:
...oh guckt mal so viele, schöne, weiße Hunde.!!
Meine Vier hatten das wohl verstanden, denn sie setzten sich ordentlich hin und warteten.
Nun wollte man streicheln und blieb stehen...alle hatten Wanderstöcken in den Händen und mir wurde es schon ganz mulmig. So ca. 150 kg Masse im Ernstfall sind für mich ein wenig problematisch, um sie fest am Platz zu halten. Wir kamen ins Gespräch.
Nach einigem Hin und Her gaben die Kinder die Streichelidee auf aber dann kam es:
Oma (typisch, nicht Vati oder Mutti) wir wolle zu Weihnachten einen Hund. Die Mutter sagte: "kommt nicht in Frage, der Opa meinte, das man an die Schule denken solle" ...Nun folgten Tränen und Gebrüll. Der Vater übernahm die Verhandlung mit der Frage: " Züchten Sie diese Hunde und wann haben Sie wieder Welpen, ich möchte einen Kaufen als Weihnachtsgeschenk für meine Kleinen"
Abgesehen von der Tatsache, daß wir jedes neue Zuhause für unsere Welpen sehr genau überprüfen stellte sich mir hier eine andere Frage:
Wissen Eltern oder Großeltern was ein Welpe nötig hat, wenn er in seinem neuen Heim ankommt? Er wird ja von seiner Mutter und seinen Geschwistern gnadenlos getrennt.
Er brauch eine Kontaktperson, in den ersten Wochen 3oder4 mal Futter am Tag, wird mit Sicherheit seine ersten Pfützchen auf dem neune Parkett oder Teppich plazieren, von großen Dingen gar nicht zu reden. Er sollte in der ersten Zeit im Schlafzimmer bei seiner Kontakperson schlafen, muß sehr viel Spielen und lernen. Wird Schuhe und ähnliches mit Freude anknabbern usw.
Auf Anfrage stelle ich gern eine Liste zusammen und schicke diese an interessierte Personen.
In meinem Falle, konnte ich die Familie überzeugen erst mal eine Patenschaft über einen Hund im Tierheim zu übernehmen, um die Kinder mit Tieren vertraut zu machen und deren Verantwortungsbewußtsein für einen Hund langsam zu entwickeln. Diese Familie hat nach einigen Monaten einen Hund aus dem Tierheim geholt und dem geht es jetzt richtig gut.
Mein Anliegen an alle Leser: Bitte schenkt kein Tier zu Weihnachten, nur weil es so niedlich wie Knut der Eisbeer aussieht und die rote Schleife dazu wunderbar passt.
Die Tierheime sind Anfang des neuen Jahres jedes mal überfüllt und noch schlimmer, es werden immer wieder Tiere einfach ausgesetzt. Diese moralische Verderbtheit unter den Menschen wird leider nicht kleiner.
Ich hoffe mit diesen Zeilen bei einigen Lesern Nachdenken ausgelöst und das Schlimmste verhindert zu haben.
Über die Kontaktadresse meiner Homepage: http://www.einklick.info schicke ich Ihnen gern
Material darüber, was man wissen muß, bevor man einen Welpen aufnimmt.
Elke Borisch
Zwinger von Duke´s Silberberg http:/www.von-dukes-silberberg.de
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